Sozial ist, was Arbeit schafft?

14. Juli 2017  Uncategorized

Sozial ist, was Arbeit schafft?

Unter diesem Titel segelten sowohl die SPD, Grüne als auch die CDU in ihrem neoliberalen Wirtschaftskurs. Im Portfolio waren die Hartz-IV-Gesetze, der Ausweitung von Leiharbeit, Werkverträgen und Minijobs, Erhöhung der Krankenkassenbeiträge für Arbeitnehmer*innen, Rente mit 67 und so weiter.

Die CDU hat in ihrem Wahlprogramm angekündigt, genau diese Politik fortzusetzen. Alles richtig bisher und jetzt auf dem Weg zur Vollbeschäftigung? Ich sage Nein!

Die Arbeitslosenstatistik verschweigt all die Menschen, die vorübergehend krank sind, ältere Hartz IV-Beziehende und Menschen in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Wenn alle diese Menschen mitgezählt werden, haben wir immer noch 3,7 Millionen Menschen ohne Arbeit.

Und viele davon sind in der Spirale der Langzeitarbeitslosigkeit gefangen. Hier muss die Hilfe ansetzen und gezielt Jobs, z.B. im öffentlich geförderten Sektor geschaffen werden.

Tatsache ist jedoch, dass die Ausgaben für eine aktive Arbeitsmarktpolitik seit 2009 halbiert wurden. Maßnahmen wurden gestrichen, Beratung abgebaut und Unterstützung zurückgefahren.

Vollbeschäftigung geht aber anders.

Nicht Drangsalieren und Ignoranz, sondern Unterstützung und Qualifizierung bringen Menschen in Arbeit. Wir brauchen wieder mehr aktive Arbeitsförderung.

Dabei ist auch die Qualität der Beschäftigungsverhältnisse wichtig: Denn sozial ist, was Gute Arbeit schafft.

 


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